Mein erster Tauchgang

Wer Taucher sein will, muss viele Hürden meistern: An freien Tagen früh aufstehen, das Schleppen und Beisammenhalten der schweren Ausrüstung, das Tetris spielen mit der Ausrüstung im Kofferraum beherrschen, den Kampf mit dem Neoprenanzug gewinnen, der Kälte trotzen.

Dass sich das alles wirklich lohnt, durfte ich bei meinem ersten Tauchgang im Freiwasser endlich erfahren.

Es ging zum See im Berg in Messinghausen, wo ich mit Tauchlehrer Ollo an meiner Seite die Unterwasserwelt erkunden durfte.

Der Blick ins tiefe Blau
Schon beim ersten Blick von der Wasseroberfläche in die Tiefe war ich überrascht, wie weit man sehen konnte.

Nach dem Abtauchen legte sich die erste Aufregung schnell, als ich die ersten Fische entdeckte. Wir konnten außerdem einen versunkenen Kleinbus aus der Nähe erkunden und haben ein versunkenes Boot tief unter uns liegen sehen.

Das Tarieren war anspruchsvoll und erforderte meine volle Konzentration. Deshalb erkannte ich Marius und André, die kurz nach uns gestartet waren, erst, als sie direkt neben mir waren.

Obwohl ich am liebsten noch lange nicht aufgetaucht wäre, musste ich mir irgendwann eingestehen, dass ich anfing zu frieren und der Tauchgang sich dem Ende neigen sollte.

Bei Tee und Keksen konnten wir uns in der Sonne aufwärmen und über den ersten Tauchgang austauschen.

Wieder aufgewärmt ging es dann ein zweites Mal ins Wasser. Ich übte das Tarieren und bemerkte schon erste Verbesserungen.

Am Ende des Tages konnte ich stolz meine ersten zwei Einträge ins Logbuch schreiben: 2 x knapp 30 Minuten Tauchzeit, maximale Tiefe 12 m, Wassertemperatur 11 ° C.

Ich freue mich schon darauf, besser zu werden und mehr Routine zu bekommen, um meine Umgebung unter Wasser in Zukunft noch intensiver erkunden zu können.

Fotos: Marius Schuff

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Tauchen im Kreidesee

Das Wochenende vom 25. – 27.09.2020 verbrachten wir am Kreidesee in Hemmoor. Der kleine Ort Hemmoor ist unter Tauchern natürlich bekannt und liegt im hohen Norden in der Nähe von Cuxhaven. Im Laufe des Freitags machten sich daher 11 Taucher/-innen auf den ca. 4 stündigen Weg Richtung Norden.

Nach der Ankunft bezogen wir zunächst die beiden Ferienhäuser direkt in der Nähe des Sees. Schon bald machten sich die ersten Taucher auf Richtung See und erkundeten die vielfältige Unterwasserwelt – denn der See hat einiges zu bieten. In dem ehemaligen Tagebau mit Zementfabrik befinden sich versenkte Boote, Autos und Wohnwagen, Rohrleitungen und vieles mehr. Ein Highlight ist definitiv der Rüttler ab einer Tiefe von 20 Metern – eine Plattform mit LKW, die den Betrieb zur Zeit des Kreideabbaus bis in die 1970er Jahre darstellt.

Außerdem absolvierten einige Taucher erfolgreich Übungen für die DTSA* und DTSA**-Ausbildung.

Abends ging es dann an beiden Tagen über zum gemütlichen Zusammensein. Wir tauschten unsere Erlebnisse aus, planten die nächsten Tauchgänge und hatten insgesamt eine schöne Zeit zusammen. Sogar ein Nachttauchgang konnte Samstagabend noch durchgeführt werden.

Am Sonntagmittag stand schon die Abreise vor der Tür. Nach einem bzw. zwei Tauchgängen am Vormittag wurde das ganze Gepäck wieder eingeladen und die Rückreise angetreten.

Fotos: Tobias Terfort

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Vereinsfahrt 2019 – Makadi Bay

Dienstag, 15. Oktober 2019
Wir treffen uns gegen 9:30 Uhr am Flughafen Paderborn-Lippstadt. Um 12:10 Uhr startet unser Flugzeug nach Ägypten. Eine Woche Vereinsfahrt liegt vor uns. Alle sind guter Dinge und freuen sich auf das, was in den nächsten Tagen auf uns zukommen wird.

Nach einem angenehmen Flug landen wir gegen 16:55 Uhr in Hurghada. Für die meisten von uns ist bereits ein Visum beantragt worden, aber auch die anderen werden recht schnell durchgelotst.

Es ist schon dunkel in Hurghada, während der Transferfahrt zum Hotel sehen wir nicht sonderlich viel. Endlich im Hotel angekommen, bekommen alle flott ihre Zimmer zugewiesen. Wir machen uns kurz frisch und treffen uns zum Abendessen.

Ollo Heß

Mittwoch, 16. Oktober 2019
Nach ausgiebigem Frühstück treffen wir uns um 9:00 Uhr das erste mal beim Piano Diving Center. 

Unsere Optionen sind:

  • ein Tauchgang mit dem kleinen Boot am Morgen
    oder
  • raus mit dem großen Boot am Nachmittag.

Martin überzeugt uns von letzterem.

Damit haben wir unerwartet morgens frei und können erst einmal die Hotelanlage in Augenschein nehmen.

Am Strand ist das Wasser flach, doch über die Pier gelangt man direkt zum Hotelriff. Wer eine Maske dabei hat, beäugt gleich mal die üppige Unterwasserlandschaft. Allen anderen bleibt noch die schöne Poollandschaft mit der Bar im Wasser.

Check Dive
Um 13:30 Uhr geht es dann zum Tauchplatz Ras Diba zum Check Dive. In mehreren Gruppen sind wir alle mit mehr oder weniger Problemen an den Start gekommen. Von einigen wird die erste Muräne gesichtet und ein farbenprächtiger Blaupunktrochen schwebt dahin.

Leonie taucht zum ersten Mal im Roten Meer. Voller Begeisterung berichtet sie von Strahlenfeuerfisch, Rotmaulzackenbarsch, Sechs-Streifen-Seifenbarsch, Großaugenbarsch, Langnasenkorallenwächter, Bengalen-Schnapper und weitere.

Insgesamt haben wir mehr erlebt, als von einem Check Dive zu erwarten ist… ein guter Start!

Robert Polnau

Donnerstag, 17. Oktober 2019
Tauchen und Ausbildung lautet auch auch das Motto dieser Vereinsfahrt. Am Sharm Rashee nutzt eine Tauchgruppe das Drop Off und lässt sich bis auf 43 m Tiefe fallen. 

Auch hier ist das Wasser klar, warm (28 ° C) und erstaunlich hell. Marius und Erik üben den Aufstieg unter Wechselatmung. Gelegenheit, die Korallen zu betrachten bleibt dennoch.

Strahlend kommen nach und nach alle Taucherinnen und Taucher wieder an Bord. 

Für den 2. Tauchgang des Tages steuern wir Sharm el Arab an. Das Meer schimmert in den schönsten Blau- und Türkistönen. 

Die Unterwasserwelt ist bunt, im Korallengarten spielen Zitronen-Diskusfische miteinander.

Im Rahmen der Ausbildung für den AK Gruppenführung führt Erik die Gruppe von Robert und Ollo. Der Guide der anderen Tauchgruppe macht seine Mittaucher auf eine Schildkröte aufmerksam.
Erik, Robert und Ollo verpassen die Schildkröte, doch aus dem tiefen blau nähert sich ihnen etwas. Vielleicht noch eine Schildkröte?

Langsam, mit weiten, kraftvollen Schwingen kommt er näher, bemerkt uns, dreht kurz ab, wird neugierig kehrt um, kommt erneut auf uns zu, um schließlich, nach oben hin wegzuziehen und wieder zu verschwinden – ein Adlerrochen.

Unsere Nichttaucherinnen Michaela und Elisa genießen derweil ihre Zeit an Land, indem sie sich das komplette Welness Programm gönnen: Peeling, Ganzkörpermassage, …

Freitag, 18. Oktober 2019
Heute müssen wir auf Leonie verzichten. Sie liegt mit Schüttelfrost im Bett, fühlt sich nicht wohl.

Wir fahren mit dem Boot zum Abu Hashish. Anfangs sollte hier ein Drifttauchgang stattfinden, doch wir haben umdisponiert. Laura hat ihre Seekrankheit überwunden und hüpft fröhlich auf dem Boot herum. Die Vorfreude auf ihren ersten Tauchgang im Roten Meer strahlt nur so aus ihr heraus. Unglaublich, was wir alles zu sehen bekommen: Einen Blaupunkt-Rochen, eine Muräne, einen Flötenfisch und natürlich unzählige kleine bunte Fische.

Für den zweiten Tauchgang steuern wir Ras Diba Pinacle an. Erneut darf Erik seine Gruppenführungsfähigkeiten beweisen. Zusammen mit Marius, Nikolas und Ollo kommen sie zumindest zu einem der beiden Pinacles. Doch dafür begegnen sie einer großen Muräne, die in einem Felsenloch auf sie wartet.

Samstag, 19. Oktober 2019
Sharm Rashee Pinacle

Auf die Dauer erschlagen einen Taucher diese vielen Farben unter Wasser. In deutschen Seen haben wir eine Farbe, grün, das reicht völlig aus. Immer nur bunte Korallen, Fische, Sichtweiten weit über 3 m hinaus, nee, nee, nee, das hält man doch nicht aus… oder doch?

Ras Abdala

„Normalerweise kommt die Strömung von Norden“, sagte unser Guide… diesmal nicht. Der Hinweg gestaltete sich ausgesprochen einfach, doch zurück zum Boot durfte sich die Tauchgruppe ganz schön abstrampeln. Gut, dass wir alle regelmäßig trainieren 🙂

Sonntag, 20. Oktober 2019

El Malak

Am Tauchplatz Abu Hashish wartet eine Rettungsübung auf einzelne DTSA**-Anwärter. In Neopren und nur mit ABC-Ausrüstung dürfen sie ca. 100 m durch die Wellen schwimmen und schließlich einen bewusstlosen Taucher retten.

Das reine Retten schaffen Robert und Erik mühelos. Schwieriger wird es, den geretteten über die Leiter an Bord zu bringen. Beide sind ziemlich am Keuchen. 

Unsere beiden Nixen – Laura und Leonie – schauen feixend zu, bevor sie zum Schnorcheln ins Wasser springen.

Zur Belohnung wartet noch ein herrlicher Tauchgang auf die DTSA**-Probanden.

Montag, 21. Oktober 2019
Es ist sehr viel los, heute am Tauchplatz Abu Hashish. Wer im Korallengarten einmal falsch abbiegt, verlängert den Tauchgang unfreiwillig. Hier zeigt sich, wofür die 50 Bar Reservedruck in der Tauchgasflasche gedacht sind. Nach 64 Min. Tauchzeit kommt auch die letzte Gruppe wieder an Bord. 

Dienstag, 22. Oktober 2019
Schon wieder ist eine Woche und damit auch schon bald die Vereinsfahrt zu Ende.

Wir packen die gespülte und (fast) trockene Ausrüstung ein und bedanken uns bei Menem, dem Chef von Piano Divers

Wir dürfen zwar nicht mehr tauchen, aber das Meer lockt uns. Schnell schnappen wir die ABC-Ausrüstung, um im Hausriff zu schnorcheln. 

Elisa freut sich über den Blaupunkt Stachelrochen, der sich im Sand versteckt. 

Leonie entdeckt dabei sogar 2 Krokodilfische. 

Fazit von Marius: „Wir hatten nicht nur erfolgreiche Übungstauchgänge für Brevet, sondern können auch den 600. TG von Christel am 19.10. Und von Viola den 200. TG am 21.10. feiern.“

Heimreise
Die Koffer und Taschen sind gepackt und warten auf den Bus, der uns zum Airport von Hurghada bringt. 

Während des Transfers gibt sich der Begleiter von TUI alle Mühe, uns mit Informationen zu versorgen. Die Warnung vor den Gepäckträgern am Flughafen ist berechtigt. Elisa hat dennoch keine Chance sich allein einen Gepäckwagen zu holen. 5 EUR Trinkgeld fordert der junge Mann… er bekommt etwas weniger und prompt lässt er uns stehen. 

Sicherheit wird hier sehr groß geschrieben. Zum Glück hat diesmal niemand aus unsere Gruppe Schmauchspuren an Kleidung oder Körper. Eine Tauchlampe muss noch einmal genauer in Augenschein genommen werden, der Rest passiert die Sicherheitskontrollen ohne Probleme.

Nach der Passkontrolle fordert doch tatsächlich ein Sicherheitsangestellter Geld von einigen: „You have tip? Give me money!“
Ganz schön frech! Er bekommt nichts…

Während wir auf unseren Heinflug warten, bekommen einzelne ein wenig Hunger. Die Preise am Flughafen sorgen schnell dafür, dass ihnen der Appetit wieder vergeht.

Überpünktlich besteigen wir das Flugzeug. Nach knapp viereinhalb Stunden landen wir gegen 23:10 Uhr wieder in Paderborn. Schnell noch mal Drücken und Verabschieden, dann trennen sich unsere Wege.

Allen Beteiligten hat die Vereinsfahrt sehr gefallen. Hier passte einfach das Gesamtkonzept. Alle kamen gut miteinander aus, genossen angenehme Abende zusammen in der Hotelbar. Wir haben viel erlebt, über und unter Wasser.

Ollo Heß


Und das sagen unsere Nixen
Jeden Morgen früh aufstehen zu müssen, und das in den Herbstferien, war schon schmerzhaft.
Aber als Belohnung dafür warteten viele schöne bunte Fische auf uns unter Wasser. Unglaublich diese Korallen.
Auf dem Boot sind alle super hilfsbereit und nett zu uns gewesen. Manchmal war es ja gar nicht so einfach, bei dem schaukelnden Schiff, die Ausrüstung zusammen zu bauen, oder nach dem Tauchen bei den Wellen wieder aus dem Wasser zu kommen.
Wir sollten wegen des Stickstoffs ja immer nur einen Tauchgang pro Tag machen. So hatten wir auch Zeit für uns, konnten mal Schnorcheln, oder einfach in den Wellen planschen.

Das Hotel hat uns ebenfalls gut gefallen.
Laura: „So ein großes Zimmer für mich allein.“
Leonie: „Ja, und ich hab in der Sonne Volleyball gespielt!“

Ob es uns gefallen hat? Ja, ja, ja… 🙂

Leonie Polnau und Laura Heß


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Tauchausflug der Padertaucher zum Grevelinger Meer nach Scharendijke – 12. – 14.07.2019

„Schön, dass Nina alles für ein ausgedehntes Tauchwochenende am Grevelinger Meer organisiert hat“, freut sich Heiner auf unserem Weg in die Niederlande. Trotz seiner über 1.000 Tauchgänge, die ihn schon zu den schönsten Tauchspots weltweit geführt haben, ist es auch für ihn der erste Tauchgang im Grevelinger Meer.

Nina kommt aus Mühlheim und studiert aktuell in Paderborn, worauf die Padertaucher in den Genuss einer weiteren qualifizierten und engagierten Tauchlehrerin kommen. Der Mühlheimer Tauchclub fährt regelmäßig zur Tauchausbildung in die Niederlande. Dadurch kennt Nina die Tauchplätze wie ihre Studentenwohnung.

Unser Basislager ist im „De Kabbelaar“ direkt im Hafen von Scharendijke. Die Unterbringung in Mehrbettzimmern ist einfach, die Tauchinfrastruktur lässt aber keine Wünsche offen. Als wir ankommen ist das Zimmer noch nicht frei, also erst einmal tauchen. Ecki ist mit seinem Wohnmobil angereist und begleitet uns.

Wir ziehen uns direkt in der „Bais“ um und gehen von dort die 100 m zum Steg schon in kompletter Ausrüstung.

Unterwasser tobt das Leben
Der Betreiber vom „De Kabbelaar“ hat einige „Reefballs“ als künstliches Riff versenkt um Flora und Fauna einen attraktiven Lebensraum zu schaffen. Die Treppe ist flach, unterwasser aber zunehmend glitschig, wir gleiten ins Wasser und müssen erst einige Meter schwimmen, bis wir abtauchen können. Unterwasser tobt das Leben, überall Krabben zwischen dem ausgedehnten Algenbewuchs, Schwämme, Seesterne, Seescheiden, Muscheln und Anemonen bekommen wir vor die Maske.

Das Grevelinger Meer ist durch einen Damm vor Scharendijke von der Nordsee abgetrennt, dadurch werden die Gezeiten reguliert, in Scharendijke gibt es keinen Tidenhub und es mischt sich Salz und Süßwasser zum sogenannten Brackwasser.

Nach unserem ersten Tauchgang trudeln nach und nach weitere Padertaucher ein und wir planen den nächsten Tauchgang am Tauchplatz „Den Osse Kerkweg“. Die Infrastruktur mit öffentlichen Münzfüllanlagen und sogar warmen Münzduschen lockt viele Taucher an. Vom Parkplatz ist es nicht weit bis zum Wasser, wenn man nur nicht immer vorher den Deich überwinden müsste.

Überall Hummer
Im Wasser ein ähnliches Bild wie vorher, viel Bewuchs und Diversität, hier noch viel mehr, überall sehen wir Hummer und auch eine kleine Gruppe Rippenquallen, die in allen Regenbogenfarben das Licht unserer Tauchlampen reflektieren.



Nach dem Tauchgang beschließen wir den Tag im direkt am Parkplatz gelegenen Restaurant mit leckeren Kibbelings und Süßkartoffel Pommes Frites.

Die Tauchgänge vom Strand sind einfach, wir hatten eine deutliche Sprungschicht bei 12 m, darunter war das Wasser dunkel, klar und kalt. Der Bewuchs lässt dann auch schnell nach und es gibt nur noch Sand und Schlick. An der Wasseroberfläche hatten wir im Juli ca. 20°C. Leider war die Sicht auf nur wenige Meter beschränkt, wahrscheinlich durch den starken auflandigen Wind, der das ganze Wochenende herrschte.

Die Reefballs werden von den Pflanzen und Tieren dankbar angenommen, dadurch gibt es im Bereich der künstlichen Riffe sehr viel zu sehen. Fotografieren war aufgrund der vielen Schwebteilchen eine Herausforderung, Makroaufnahmen waren gut möglich.

Müde fiehlen wir in unsere Stockbetten und träumten von ….

Ausgeschlafen und durch ein ordentliches Frühstück gestärkt, wollten wir uns den Tauchplatz in Scharendijke genauer anschauen. Es war immer noch sehr windig und die Sichtweite lag bei nur etwas mehr als 1 m. Anscheinend waren auch die Schleusentore geöffnet, es zog uns beständig Richtung Damm. Direkt neben dem Tauchgebiet ist Fischereizone und wir stießen auf eine ca. 30 m lange Reuse, welche schon voller Krabben und Krebse war. Das erklärt natürlich warum beim „Kerkweg“ viel mehr Tiere zu sehen sind. Während wir uns die Zeit Unterwasser mit Fotografieren vertrieben haben, waren andere Taucher mit Ausbildung beschäftigt. Es wurden Orientierungs- und DTSA**-Übungen an diesem Wochenende abgenommen.

Bis auf diesen Plattfisch, haben wir nur wenige Fische gesehen. Ansonsten ist der Tauchplatz berühmt für die Franzosendorsche, vielleicht beim nächsten Mal.

Abends ging es dann in ein Restaurant zum Muschelessen und wir tauschten uns über unsere Tauchgänge und Eindrücke aus. Das Highlight war der kurze Besuch eines Seehundes bei einem der Tauchgänge.

Am nächsten Morgen haben wir uns vorgenommen zu dem großen Schubleichter zu tauchen. Alle Unterwasserattraktionen sind mit Bojen an der Oberfläche gekennzeichnet. Dadurch kann man sich schon Überwasser gut orientieren und die Entfernungen vor dem Tauchgang einschätzen. Das Wrack liegt weit draußen und es ist schon eine gute Strecke dorthin zu paddeln. Das Deck im Heckbereich ist in 24 m Tiefe. Das Deck ist von einer dicken Sedimentschicht bedeckt. Die Ladeluken sind offen. Der Strahl unser Tauchlampen reicht nicht bis auf den Boden des Laderaumes. Der Kahn hat eine ansehnliche Größe von über 50 m und ist komplett bewachsen. Allerdings ist bei unserem Besuch keine Fauna zu sehen. Aufgrund der Tiefe und Entfernung machen wir uns auf den Rückweg zum Ausstieg.

Damit endet ein interessantes Tauchwochenende in Zeeland und wir machen uns auf den Heimweg nach Ostwestfalen.

Fotos: Marius Schuff

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Feiern im Goldgrund

  • Ihr plant ein Fest?
  • Ihr sucht eine gut erreichbare Location in Paderborn mit ausreichend vorhandenen Parkplätzen?

Der TV 1875 Paderborn e. V. bietet Räumlichkeiten für Veranstaltungen von 50 – 250 Gästen und das nicht nur für Vereinsmitglieder!

Ausführliche Informationen findet ihr unter Feiern im Goldgrund.

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Indoor-Spendenlauf für Sportvereine

 

Die Februarsonne strahlte durch das Fenster in mein Arbeitszimmer, als der Newsletter des KreisSportBunds Paderborn in mein Notebook herein flatterte. Gesucht wurden Vereine, die an einem Indoor-Spendenlauf teilnehmen.

Auch wenn wir Taucher nicht unbedingt Leistungssport betreiben, dachte ich mir,  es wäre sicherlich mal ganz nett, an so einer Veranstaltung teilzunehmen. Außerdem können solche gemeinsamen Aktionen den Teamgeist fördern…

8 Teilnehmer!
Kurzerhand fragte ich per Mail, wer sich mir anschließen möchte. Zu meiner großen Freude fanden sich 7 – in Worten: SIEBEN(!) – weitere Padertaucher, die sich der Herausforderung stellen wollten. Also, nix wie ‚raus mit unserer Anmeldung.

 

Da waren ´s nur noch 4
Nach mehreren Krank- und Ausfallmeldungen gingen schließlich folgende Padertaucher an den Start:

  • Marius
  • Lennart
  • Robert
    und
  • ich, Ollo 🙂

Martin, der noch angeschlagen war von einem grippalen Infekt, kam, um uns moralisch zu unterstützen. Elisa und Roberts Frau waren ebenfalls dabei um uns Mut zu machen.

Der 1. Tri-Club Paderborn hatte bereits eine ordentliche Strecke vorgelegt: 33,13 km.

Marius und Robert habe ich für’s Fahrrad fahren eingeteilt – Robert meinte, er könne auch laufen, das Fahrrad liege ihm aber mehr.
So blieben Lennart und ich für das Laufband übrig.

Ursprünglich dachte ich an einen Wechsel nach jeweils 7:30 auf dem Laufband.
Lennart schlug vor, bereits nach 5:00 zu wechseln, was sich als sinnvoll erwies.

Startkommando
…und los gings: Marius zuerst auf dem Rad, ich zuerst beim Laufen.

Marius trat kräftig in die Pedale, 40 km/h…
50 km/h… und schneller…

Ich musste mich erst etwas an das Laufband gewöhnen, in den ersten 5 Minuten hätte ich schneller laufen können. Ein Wechsel bei einer Laufbandgeschwindigkeit von 4 km/h war zu langsam. Wir einigten uns auf 10 km/h für den Wechsel, so konnten wir flotter ein- und aussteigen.

Ab Minute 5 gab Lennart richtig Gas, 15 km/h…
18 km/h…
Die trockene Raumluft forderte Tribute; gut, dass ich 3 l Wasser dabei hatte.

Marius wäre fast davon geflogen, so schnell trat er noch immer sein Ergometer. Flotter Wechsel, nun zeigte Robert, was in ihm steckte. Marius hatte sehr gut vorgelegt, aber Robert war ebenfalls schnell bei 50 km/h und mehr.

 

Minute 10, erneuter Wechsel auf dem Laufband. Diesmal ging ich es deutlich schneller an. 5 weitere Minuten konnten ganz schön lang werden und einzelne Zuschauer machten sich schon Sorgen. Martin schnappte sich ein Handtuch und wedelte kühle Luft herüber, der Schweiß lief in Strömen. Nächster Wechsel bei Minute 15.

Puh, das war HIIT par excellence. Lennart ging wieder in die Vollen, seine Jugend und sein guter Trainingszustand machten sich bemerkbar.

Nebenan schoss Marius schon wieder auf dem Fahrrad daher. Schweiß tropfte, sein Kopf war hochrot, erneut gab er alles, was drin drin war.

Nächster Wechsel auf dem Laufband bei Minute 20. Die Chillies vom Vorabend machten sich plötzlich ausgesprochen unangenehm bemerkbar. Egal, ignorieren und noch mal die Laufbandgeschwindigkeit erhöhen. Lennart hielt schnellere Wechsel für den Endspurt für besser. Also 2 Minuten laufen: 1 Minute in angezogenem Tempo, 1 Minute alles, was geht.

2 l Wasser hatte ich bereits getrunken, dennoch war meine Kehle trocken, wie ein Salzsee in Utah.

Robert saß wieder auf dem Rad, 50 km/h…
55 km/h… 60 km/h…

Ich wieder aufs Laufband, mein letztes Intervall. Martin feuerte mich an „Letzte Minute!“ rief er, ich erhöhte noch einmal die Geschwindkeit, „…das wollte ich sehen!“ rief Martin.
So eine Motivation verleiht Flügel.

 

 

 

 

 

 

Letzter Wechsel auf dem Laufband. Lennart erhöhte noch einmal, lief schneller und schneller. Wir klatschen, feuerten noch einmal an… schließlich kam das Abbruch-Signal.

 

Verschnaufen, trinken… geschafft!
Wieviele Kilometer? 26,79 km auf dem Fahrrad und 6,56 km auf dem Laufband, insgesamt 33,35 km … und damit bis dahin auf Platz 1!

Angetreten sind wir unter dem Motto dabeisein ist alles, dieses Ergebnis machte uns alle ausgesprochen glücklich.

Klar, einige Mannschaften sollten noch antreten. Noch während wir uns erholten, kam das nächste Team, eine Damen-Fußballmannschaft. Ob die uns wohl gleich wieder von der Spitzenposition verdrängen würden..?

 

Endergebnis
Am Sonntag Abend erreichte uns das Endergebnis. Die Fußball Mädels waren tatsächlich laufstärker als wir, auf dem Fahrrad jedoch kamen weniger Kilometer zusammen. Geschlagen hat uns ein Badminton Club.
Wir landeten auf Platz 2 – ein Ergebnis, auf das wir stolz sein können.

 

Danke an das Team! Auf Lennart wartete an dem Samstag noch ein Handballspiel, um so mehr ist seine Teilnahme hier zu würdigen.

 

Fotos: KSB Paderborn, Elisa Heß, Ollo Heß

 

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Indoor-Tauchen mit ca. 4.000 Fischen

 

Wintereinbruch in Paderborn
Ausgerechnet heute musste in Paderborn der Winter ausbrechen. Binnen kürzester Zeit hatte sich die Umgebung in eine Schneelandschaft verwandelt, von der beim morgentlichen Blick aus dem Fenster noch rein gar nichts zu bemerken war.

Wir wollten uns um 7:45 Uhr beim Vereinsheim treffen, um von dort gemeinsam nach Belgien zu starten. Dort warteten ca. 4.000 Fische auf unseren Besuch. Leider standen dem einige LKWs auf komplett vereisten Straßen im Weg und schon zum Treffen schafften es nicht alle Padertaucher pünktlich zu sein.

Nichts desto trotz machten wir uns dennoch auf den Weg. Über Schleichwege gelangten wir irgendwie zur Autobahnauffahrt der A44 und ab dort hatten wir eine reibungslose Fahrt zum Indoor Tauchcenter TODI. Die Straßen waren verhältnismäßig leer an diesem Rosenmontag, ja und der Winter fand tatsächlich nur im Paderborner Umland statt.

Leicht verspätet erreichten wir unter Ziel.

Um die Vorfreude noch ein wenig zu erhöhen, schauten wir erst einmal durch die Sichtfenster in das Becken. Ein paar kapitale Zitronenbuntbarsche zogen vorbei, weiter hinten gab es viele kleine Fische zu entdecken.

Vor Ort gab es zunächst eine Hygieneeinweisung, schließlich sollte das betauchbare Süßwasseraquarium so sauber, wie möglich gehalten werden. Duschen (klar), Neopren desinfizieren und spülen… Tarierjackets, Blei und Tauchgasflaschen wurden uns gestellt.

Die Gruppeneinteilungen standen schon fest, noch ein kurzer Bleicheck und das Unterwasservergnügen konnte beginnen. Bei ca. 23 ° C war das Wasser nicht ganz so warm, wie ursprünglich erwartet und von den nackten Zehen kroch die Kälte flott hoch bis in den Nacken.

Wohin das Auge blickte, überall Fische
Die fischreiche Unterwasserwelt machte das anfängliche Frösteln schnell wieder wett. Wir tauchten durch Autokarosserien, die als künstliche Riffe aufgestellt wurden, durch kleine Grotten, an Säulen entlang. Die Fische beäugten uns neugierig, einige folgten uns und ein zum Spaß herausgestreckter Zeigefinger wurde auch schon mal angeknabbert – glücklicherweise war der Knabberfisch nur klein 😉

Die Mittagspause genossen wir in der Brasserie von TODI. Putatas hieß die belgische Spezialität, die unsere Mägen füllte und uns wieder warm werden ließ, bevor wir zum 2. Tauchgang des Tages starteten.

Auch die Heimreise gestaltete sich recht entspannt. Die Autobahnen war frei und bis kurz vor Paderborn lag nirgens Schnee.

Das Indoor Tauchcenter TODI ist durchaus die Reise wert gewesen. Wir hatten eine Menge Spaß – über und unter Wasser.

 

 

Fotos: Dirk Kuckling, Marius Schuff, Ollo Heß

 

 

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Silvesterschwimmen in der Pader

Am 31.12.2017 blieben wir mal an der Wasseroberfläche. Die DLRG Ortsgruppe Paderborn hat uns eingeladen, an deren traditionellen Silvesterschwimmen in der Pader teilzunehmen. Selbstverständlich waren wir verrückt genug, bei diesem Spaß mitzumachen.

 

Padertaucher werden zu Paderschwimmern

Wir trafen uns am 31.12.2017 um 12:00 Uhr bei der DLRG Wachstation am Lippesee. Hier schlüpften wir in unsere Neopreanzüge. Von wirklichem Winterwetter konnte keine Rede sein. Es war mild, fast frühlingshaft, bloß die Sonne fehlte.

Noch schnell Flossen, Maske und Schnorchel ins Auto gepackt und schon konnte es losgehen in Richtung Padersee, dem Startpunkt des Silvesterschwimmens.

Dirk ermittelte vor Ort zunächst mal die Wassertemperatur.

Er hielt die Finger in die Pader und kam sehr exakt auf 7 ° C.

Wir hätten also ebensogut nur in Badehose schwimmen können, dennoch gab es Teilnehmer, die im Trockentauchanzug aufliefen um dann später wie kleine Schlauchboote auf dem Fluss zu treiben 😉

Die Pader hat eine ordentliche Geschwindigkeit
Aus den über 200 Quellen des kürzesten Flusses Deutschlands sprudeln 3.000 – 9.000 l Wasser pro Sekunde. Die Strömungsgeschwindigkeit ist stark genug um sich einfach auf dem Wasser treiben zu lassen.

 

Wir erlebten Paderborn aus einer vollkommen neuen Blickrichtung.

Schon bald mussten wir aussteigen und zu Fuß in Schloss Neuhaus die Straße überqueren. Wir unterschwammen eine Brücke der Benteler Werke bevor unsere Reise auf der Lippe weiter ging. Immer wieder winkten uns Spaziergänger von Brücken, oder vom Ufer aus zu.

Butterstollen, Kakao und Kinderpunsch zur Pause
Bei dem Wehr auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände legten wir einen kleinen Zwischenstopp ein. Das Helferteam der DLRG bot uns Christstollen und heiße Getränke an. Es war ein fröhliches Miteinander.

Schwimmen auf dem Boker Kanal
Beim zweiten Teil des Silvesterschwimmens sollte das Schwimmen im Vordergrund stehen. Wozu hatten wir schließlich unsere Flossen angezogen. Irgendjemand hatte allerdings den Stöpsel aus dem Kanal gezogen. Bei 30 – 50 cm Wassertiefe kamen wir uns vor, wie Schlammspringer. Einen Teil der Strecke mussten wir waten, zum Ende ging es wieder einigermaßen mit dem Schwimmen.

Wieder an der Wachstation am Lippesee angekommen warteten bereits heiße Würstchen und Brötchen auf uns – was für ein Service.

Mit dem Gartenschlauch spülten wir den Schlamm von den Neoprenanzügen, huschten unter die Dusche und zogen wieder zivile Kleidung an.

Das war ein sehr schönes Erlebnis. Mit frohen Wünschen für das kommende Jahr verabschiedeten wir uns. Bestimmt war dies nicht unser letztes Silvesterschwimmen. Herzlichen Dank, liebe DLRG Paderborn!





 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Elisa und Ollo Heß, Marius Schuff

 

 

 

 

 

 

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Dienstagstraining mit Nikolaus

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Tweet Liebe Taucher, gebt fein Acht, ich hab euch etwas mitgebracht 🎅. Beim heutigen Padertauchertraining kam wahrlich Weihnachtsstimmung auf. Beim Schwimmen mit Wunderkerzen trällerten wir fröhlich (wenn auch etwas schräg) Weihnachtslieder. Zum Abschluss schlüpfte Ollo in die Nikolaus-Rolle und ließ … Weiterlesen

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Zwei neue Sterne bei den Padertauchern

Den praktischen Teil haben Hannah und Jonas erfolgreich hinter sich gebracht, heute schlossen sie ihre Ausbildung zum DTSA* mit Bestehen der theoretischen Prüfung ab.

Herzlichen Glückwunsch!

 

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